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Für die Beleuchtung ihrer Immobilien ist die Wohnungswirtschaft gezielt auf der Suche nach einem energiesparenden Ersatz, nachdem die Europäische Union europaweit den Ausstieg der Glühlampen beschlossen hat. Keinen richtigen Ersatz sind die herkömmlichen Energiesparlampen, da sie beispielsweise in Treppenhäuser dem vielen Ein- und Ausschalten nicht standhalten können. Das ist auch ein wichtiger Grund für das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Leverkusen (WGL GmbH). Dieses hat sich nun dazu entschieden, in den eigenen Häusern LED-Lampen einzusetzen.
Der Prokurist der Wohnungsgesellschaft Leverkusen GmbH, Dipl.-Ing. Stefan Altenbach, erklärte hierzu, dass die Gesellschaft dafür sorgen muss, dass mit Licht die Treppenhäuser versorgt werden. Bekanntermaßen obliegt nämlich dem Vermieter die Verkehrssicherheitspflicht. Weitere Gründe, warum die LED-Lampen in den Mietshäusern eingesetzt werden, sind zudem eine große Lichtausbeute und eine hohe Lebensdauer. Natürlich sind die Stromkosten auch ein wichtiger Aspekt für die Installation der Leuchtdioden. Denn rund 80 Prozent weniger Energie verbrauchen diese als die herkömmlichen Glühlampen. Giftige Schwermetalle wie Quecksilber sind in den LEDs auch nicht enthalten, so dass sie auch jederzeit problemlos entsorgt werden können.
Im Einsatz in den vier Stadtbezirken hat das Unternehmen aktuell rund 1.000 LED-Lampen. Glühbirnen mit einer Leistung von 40 bis 60 Watt wurden durch LED-Lampen mit 9 Watt ersetzt. Bei der Wahl der Lampen hat sich die WGL GmbH für die LED’s CHANGE THE WORLD entschieden. Ausschlaggebend waren zum einen das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis und zum anderen eine Lebensdauer von mehr als 25.000 Betriebsstunden. Sie sind dadurch sehr wartungsarm und es ergeben sich insbesondere interessante Wartungsintervalle für die WGL GmbH. Ein Vorteil, den die LED-Technologie gegenüber den Kompaktleuchtstofflampen auch noch hat, ist auch, dass sie ohne Verzögerungen schalten und somit die maximale Leistung direkt nach dem Einschalten erreicht wird. Auf die LED-Lampen, die die WGL GmbH verwendet, gewährt der Hersteller seinen gewerblichen Kunden zudem eine Garantie von fünf Jahren.
In die oberste Welt der Leuchtdioden aufsteigen, wie die Marktführer Philips und Osram, möchte Toshiba, der japanische Hersteller von LED-Lampen. Bei dem Glühbirnenersatz rechnet das Unternehmen mit einem Preissturz bis zum Jahresende. Viele Kunden schreckt im Moment noch immer der Preis für eine LED-Birne ab, denn sie kostet im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Euro. Der Euro-Chef von Toshibas Beleuchtungsgeschäft, François Séguineau, erklärte hierzu, akzeptabel für den Verbraucher wäre ein Preis zwischen 10 und 15 Euro. Im kommenden Winter könnte diese Grenze erreicht werden. Dann würden die Verkaufszahlen enorm klettern.
Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Kommunen in neuem Licht“ ist der Startschuss für das Projekt „LED-Beleuchtung Norden-Norddeich“ gefallen. Die Umsetzungsphase des Projekts hat nun mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Jade Hochschule und der Stadt Norden begonnen, wozu Norddeich gehört. Insgesamt 141 Projektvorschläge sind für diesen Wettbewerb eingegangen und Norden-Norddeich ist einer von den bundesweit zehn Preisträgern. Eine Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhält die Stadt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Bei der Entwicklung des neuen Lichtkonzeptes für Norddeich hat die Berliner Energieberatung GmbH (BEA) die Stad Norden beraten. Bis Ende Oktober 2012 soll nun das Projekt abgeschlossen sein und bei der praktischen Umsetzung hilft der Stadt die BEA.
Lichtquellen aus druckbaren Halbleiter-LEDs, die aussehen wie leuchtende Papierblätter, wurden entwickelt von dem Unternehmen „NthDegree“. Auf den Markt kommen noch vor Ende des Jahres die ersten Lampen, die daraus gefertigt werden. Maße von 120 cm Länge und 60 Breite soll das erste Modell haben, so vermelden es aktuelle Berichte.

