
Bild: flickr.com/Marcin Wichary
Durch energiesparende Oberlichtlaternen werden vom Tiefbauamt die alten Kugelleuchten am Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld ersetzt. Die Kosten von 14.000 Euro werden um 5.800 Euro minimiert, denn diese gibt es als Zuschuss vom Bundesumweltamt.
Der Wilhelmplatz wird seit wenigen Tagen von 14 neuen Rundlaternen bestrahlt. Häufig ausgefallen sind in der Vergangenheit die alten Kugelleuchten, die im Jahre 1995 installiert worden sind. Dass die Beleuchtung nachgebessert wird, forderte bereits schon 2008 die Bezirksvertretung der Innenstadt West von der Stadt Dortmund. Ständig hinausgezögert wurde der Austausch der Lampen am Wilhelmsplatz von der Kommune, weil einfach das Geld dafür nicht in der Kasse war. Finanziert werden konnte nun aber mit der Hilfe aus Berlin die Umrüstung der Oberlichtlampen, trotz des klaffen Haushaltes der Stadt.
Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung werden durch ein Programm gefördert, das Ende 2010 vom Bundesumweltministerium aufgelegt wurde. Subventioniert werden Sanierung von Straßen- und Außenbeleuchtungen, wenn dort hocheffizienter LED-Beleuchtungs-, Steuer- und Regelungstechnik eingebaut werden. Das Fördergeld vom Staat gab es jetzt für den Wilhelmplatz, weil dieser nun mit moderner LED-Technik erhellt wird. Die Kosten für die Umrüstung belaufen sich auf insgesamt 14.000 Euro und das Förderprogramm des Bundesumweltamtes steuert 40 Prozent, 5.800 Euro, bei. Für die Stadt bleiben die restlichen Kosten von 8.200 Euro übrig. Da aber eine enorme Einsparung durch die Umrüstung erzielt wird, erklärt vom Dortmunder Tiefbauamt der Abteilungsleiter Verkehrstechnik Martin Krieg, dass langfristig die Stadt davon profitieren wird.
Um 68 Prozent soll der Stromverbrauch laut den Herstellerangaben sinken. In der Nacht werden noch zusätzlich Kosten eingespart, weil dann die Leistung reduziert wird. Wenn künftig die Bewohner über den Wilhelmplatz laufen, tappen sie aber trotzdem nicht im Dunkeln. Das Beleuchtungsniveau bleibt immer das gleiche, ob wie heute eine Oberlicht am Masten hängt oder wie früher zwei Kugeln. Martin Krieg erklärte, dass mittlerweile für eine gute Außenbeleuchtung die LED-Technik reif ist.
Lichtquellen aus druckbaren Halbleiter-LEDs, die aussehen wie leuchtende Papierblätter, wurden entwickelt von dem Unternehmen „NthDegree“. Auf den Markt kommen noch vor Ende des Jahres die ersten Lampen, die daraus gefertigt werden. Maße von 120 cm Länge und 60 Breite soll das erste Modell haben, so vermelden es aktuelle Berichte.
Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat nun LED-Lampen getestet und diese mit der Leistung von Energiesparlampen verglichen. In einen Dauertest geschickt wurden von den Experten die LED-Lampen, die in eine gewöhnliche Fassung passen. Elf LEDs, die entweder warmweiß leuchten, oder die einer 60-Watt-Glühlampe entsprechen – laut den Angaben auf der Verpackung – wurden für den Test ausgewählt. Mit dem Philips Standardlicht 60 Watt wurden die Test-LEDs verglichen.
Dank Forschern aus den USA ist nun eine Lücke bei der LED-Beleuchtung geschlossen worden. Denn Mitarbeiter des Unternehmens RoseStreet Labs aus den Vereinigten Staaten haben es geschafft, auf Basis von Nitrid langweilige LEDs in grün herzustellen. Damit können die Herstellungskosten gering gehalten werden. Darüber hinaus kann auf eine höhere Lichtausbeute gehofft werden. Bislang haben Wissenschaft und auch Industrie lange nach einer Möglichkeit gesucht, „langweilige“ und effiziente grüne LED-Beleuchtung herzustellen.
