
Foto: flickr.com/marc falardeau
Für die Beleuchtung ihrer Immobilien ist die Wohnungswirtschaft gezielt auf der Suche nach einem energiesparenden Ersatz, nachdem die Europäische Union europaweit den Ausstieg der Glühlampen beschlossen hat. Keinen richtigen Ersatz sind die herkömmlichen Energiesparlampen, da sie beispielsweise in Treppenhäuser dem vielen Ein- und Ausschalten nicht standhalten können. Das ist auch ein wichtiger Grund für das kommunale Wohnungsunternehmen der Stadt Leverkusen (WGL GmbH). Dieses hat sich nun dazu entschieden, in den eigenen Häusern LED-Lampen einzusetzen.
Der Prokurist der Wohnungsgesellschaft Leverkusen GmbH, Dipl.-Ing. Stefan Altenbach, erklärte hierzu, dass die Gesellschaft dafür sorgen muss, dass mit Licht die Treppenhäuser versorgt werden. Bekanntermaßen obliegt nämlich dem Vermieter die Verkehrssicherheitspflicht. Weitere Gründe, warum die LED-Lampen in den Mietshäusern eingesetzt werden, sind zudem eine große Lichtausbeute und eine hohe Lebensdauer. Natürlich sind die Stromkosten auch ein wichtiger Aspekt für die Installation der Leuchtdioden. Denn rund 80 Prozent weniger Energie verbrauchen diese als die herkömmlichen Glühlampen. Giftige Schwermetalle wie Quecksilber sind in den LEDs auch nicht enthalten, so dass sie auch jederzeit problemlos entsorgt werden können.
Im Einsatz in den vier Stadtbezirken hat das Unternehmen aktuell rund 1.000 LED-Lampen. Glühbirnen mit einer Leistung von 40 bis 60 Watt wurden durch LED-Lampen mit 9 Watt ersetzt. Bei der Wahl der Lampen hat sich die WGL GmbH für die LED’s CHANGE THE WORLD entschieden. Ausschlaggebend waren zum einen das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis und zum anderen eine Lebensdauer von mehr als 25.000 Betriebsstunden. Sie sind dadurch sehr wartungsarm und es ergeben sich insbesondere interessante Wartungsintervalle für die WGL GmbH. Ein Vorteil, den die LED-Technologie gegenüber den Kompaktleuchtstofflampen auch noch hat, ist auch, dass sie ohne Verzögerungen schalten und somit die maximale Leistung direkt nach dem Einschalten erreicht wird. Auf die LED-Lampen, die die WGL GmbH verwendet, gewährt der Hersteller seinen gewerblichen Kunden zudem eine Garantie von fünf Jahren.

Eine komplexe Aufgabe in der LED-Beleuchtung ist die Dimmer-Kompatibilität. Doch nur wenige Dimmer sind kompatibel mit den LED-Lampen. Das soll sich ändern mit dem CD161X. Einen Absatz von bis zu 10 Millionen Einheiten erwartet für 2012 der Hersteller.
In sehr hohem Maße können Energiekosten und somit auch Stromkosten eingespart werden mit modernen und hocheffizienten LED-Leuchten. Aber nicht nur dieser Aspekt ist sehr wichtig bei einer geplanten Umrüstung, denn mit dieser Technologie kann eine atmosphärische Stimmung durch Farbwelten oder eine flächige und punktuelle Ausleuchtung geschaffen werden. Dies ist auch vom Cinemaxx Mannheim erkannt worden, weswegen die Grundbeleuchtung im März 2012 komplett auf LED umgestellt wurde in den Bereichen des Foyers. Geplant und konzipiert hat diese Veränderung für das Kino die RBC GmbH in Heidelberg.
Für viele Menschen ist das Büro zum Lebensraum geworden und nicht nur ein einfacher Arbeitsplatz. Ganz besonders steht dabei das Licht im Fokus bei der richtigen Gestaltung.
Für eine LED-Beleuchtung stimmten in einer Umfrage 80 Prozent der Bewohner von Hoyerswerda. Eine positive Bilanz in ihrer Straße ziehen nach einem Jahr mit der LED-Straßenbeleuchtung die Anwohner in der August-Bebel-Straße. Viel besser als die herkömmlichen Natriumdampflampen beurteilten die Lichtverhältnisse 59 Prozent der Befragten, besser als zuvor meinten 21 Prozent und als unverändert bewerteten nur sieben Prozent, wie die Stadtverwaltung informierte. Keine Antwort zu diesem Punkt gaben lediglich zwölf Prozent der Befragten ab. Unzufrieden mit der neuen Beleuchtung sind laut der Stadtverwaltung nur ein Prozent aller Haushalte. Auch die Helligkeit der neuen LED-Lampen war ein Punkt der Umfrage. Einig sind sich auch hier die Anwohner, denn als optimal bewerteten die Helligkeit 74 Prozent. Zu dunkel oder zu hell meinten jeweils neun Prozent.
In die oberste Welt der Leuchtdioden aufsteigen, wie die Marktführer Philips und Osram, möchte Toshiba, der japanische Hersteller von LED-Lampen. Bei dem Glühbirnenersatz rechnet das Unternehmen mit einem Preissturz bis zum Jahresende. Viele Kunden schreckt im Moment noch immer der Preis für eine LED-Birne ab, denn sie kostet im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Euro. Der Euro-Chef von Toshibas Beleuchtungsgeschäft, François Séguineau, erklärte hierzu, akzeptabel für den Verbraucher wäre ein Preis zwischen 10 und 15 Euro. Im kommenden Winter könnte diese Grenze erreicht werden. Dann würden die Verkaufszahlen enorm klettern.

