Die erste HDTV-gerechte Sportbeleuchtung mit LED-Technologie ist in der Multifunktionshalle „ratiopharm Arena“ in Ulm/Neu-Ulm von der Osram Tochter Siteco installiert worden. Ein modular aufgebautes LED-Fluter-System ist von Siteco in einer Zusammenarbeit mit dem Betreiber und Generalunternehmer Max Bögl entwickelt worden. Eingesetzt sind zur Treppen-, Tribünen- und Spielfeldbeleuchtung in der Arena insgesamt 300 LED-Fluter.
In der neuen Multifunktionshalle werden die Heimspiele von dem Basketball-Bundesligisten „ratiopharm Ulm“ ausgetragen, die sogenannte Ankermieter der Arena sind. Um eine HDTV-gerechte Übertragung der Basketballspiele zu erfüllen, denn dafür gibt es Richtlinien der FIBA (Fédération Internationale de Basketball), mussten bei den Lichtlösungen diese gestellten Anforderungen berücksichtig werden. Eine gute Farbwiedergabe ist wichtig, sowie hohe Gleichmäßigkeit und eine vertikale Beleuchtungsstärke von 2000 Lux. Gut erkennen müssen die Zuschauer die Kontraste nicht nur in der Halle, sondern auch zu Hause am Bildschirm. Wichtig ist dabei eine Blendung der Zuschauer und Spieler zu vermeiden, aber auch eine Schlagschattenbildung. Es sollte auch möglich sein, bei Superzeitlupen und Highspeed-Aufnahmen ein HDTV-gerechtes Licht durch den LED-Fluter zu erzielen, deshalb werden bei Sportübertragungen häufig 300 Bilder pro Sekunde gedreht. Nicht mehr sichtbar wird bei einem LED-Fluter das Impulsflackern der Lampen, wie das bei herkömmlicher Beleuchtung der Fall ist. In Ismaning hat Siteco eigens im Studio der TV-Produktionsfirma Plazamedia dafür einen Praxistest unternommen. Mit dem Ergebnis, dass selbst flackerfrei bei 1.000 Frames die Highspeed-Aufnahmen geblieben sind unter der LED-Beleuchtung.
Auch für Messen, Konzerte, Events und vieles mehr wird die Halle als Austragungsort verwendet. In der Regel ist ein geringeres Beleuchtungsniveau bei Events gefragt, wie bei Fernsehübertragung von Basketballspielen, deshalb werden hohe Ansprüche an die Vielfältigkeit der Beleuchtung gestellt. Ein bedarfsgerechtes stufenloses Dimmen und eine eventbezogene Beleuchtung ist mit dem Siteco LED-Fluter möglich, denn dafür sorgt die individuelle Steuerbarkeit per DMX. Das bedeutet auch, nur was das Licht braucht, wird an Strom eingesetzt. Auch im Trainingsbetrieb oder bei Auf- und Umbauarbeiten wird weniger Beleuchtung benötigt. Es reichen 500 Lux horizontale Beleuchtungsstärke aus, im Gegensatz zum Spielbetrieb. Hier liegt die vorgeschriebene Norm bei 2000 Lux. So kann an Energie mehr als Drittel eingespart werden, je nach Beleuchtungssituation.
Sowohl mit der Reduzierung der Wartungskosten, als auch mit der Energieeinsparung lässt sich die Wirtschaftlichkeit der LED-Anlage bestätigen. In der Multifunktionshalle liegt die Haltbarkeit der LED-Fluter bei 50.000 Stunden das bedeutet, dass diese auf rund 25 bis 30 Jahre Betriebsdauer ausgelegt sind, während nur bei rund 4.000 bis 8.000 Stunden die Lebensdauer von konventionellen Lampen liegt. Nicht mehr nötig ist hier ein Leuchten- oder Lampenwechsel. Eine fünfstellige Euro-Einsparung für die Energie- und Wartungskosten errechnet die Betreibergesellschaft für die „ratiopharm Arena“ mit der neuen LED-Technik gegenüber einer konventionellen Anlage.

In Peine werden im kommenden Jahr zur Energieeinsparung 21 Quecksilberdampflampen der alten Straßenbeleuchtung durch energieeffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Davon betroffen sind der Friedrich-Ebert-Platz sowie im Stadtpark ein Teil der Fußwegbeleuchtung.
Bald ist Heiligabend und in vielen Straßen leuchtet die Weihnachtsbeleuchtung. Beleuchtete Figuren, Girlanden, weiße oder bunte Lichterketten in Fenstern, Balkonen oder Gärten weisen in Deutschland schon Wochen vorher auf dieses große Ereignis hin. An und in den Häusern leuchten rund 8,5 Milliarden Lichter in unserem Land. Dies hat der Ökostrom-Anbieter „Lichtblick“ in einer Umfrage ermittelt. Rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom wird verbraucht in der Vorweihnachtszeit durch die Menge dieses Lichtermeeres. Laut einer Berechnung des Institutes IfED (Energiedienstleistungen) könnten ein ganzes Jahr lang rund 140.000 durchschnittliche Haushalte mit diesem Strom versorgt werden. Für bis zu 50 Euro Strom können Lichterketten im 24-Stunden-Betrieb verbrauchen – somit kann die Stimmungsbeleuchtung zu Weihnachten auch ganz schön teuer werden.
Die größte Anlage in Frankfurt am Main, die mit LEDs ausgestattet wurde, ist nun in Betrieb genommen worden. Erhellt wird mit rund 150 LED-Röhren die eine Länge von 1,20 Meter und 1,50 Meter haben, das erste Parkdeck im Parkhaus „Alte Oper“. Die vorhandenen Lampenfassungen wurden durch neue LED-Leuchten ausgetauscht, nachdem die erforderlichen Zulassungen Fachleute der Parkhaus Betriebsgesellschaft zusammen mit Lanser, dem Wiesbadener Hersteller von Leuchten, erwirken konnten. Eine deutliche längere Lebensdauer versprechen sich die Hersteller für diese Technik, was aber mehr im Vordergrund steht, ist die Energieeinsparung von rund 50 Prozent. Mit den fast 30 Tausend Kilowattstunden, die damit eingespart werden, können zwölf Familien mit Strom versorgt werden. Innerhalb von gut einem Jahr wird sich den Planungen zufolge die Erneuerung rechnen, auch wenn um rund 50 Euro eine LED-Leuchte teurer ist, als herkömmliche Neonröhren. Bei der Ausleuchtung großer Flächen steht diese Technik erst am Anfang, wobei bei der dekorativen Beleuchtung oder im Auto LED-Leuchten meist schon Standards sind.
In der Straßenbeleuchtung von Immenstadt sollen neue LED-Lampen eingesetzt werden, um in Zukunft Energie zu sparen. Der kaufmännische Werkleiter der Stadtwerke, Edi Reitzner, stellte dem Immenstädter Bauausschuss die Pläne dafür vor. In der Stadt sind die alten Leuchtstofflampen schon teilweise durch Natriumdampflampen ersetzt worden. Reitzner meinte, diese sind umweltfreundlicher und erzielen einen höheren Wirkungsgrad als die alten Leuchtstofflampen. Doch nun soll in der Stadt die neue LED-Technik die restlichen alten Leuchtstofflampen ersetzen.


